Pneumologe Wien: Aufgaben und Leistungen

Was macht ein Pneumologe?

Ein Pneumologe ist auf Erkrankungen der Lunge und der Atemwege spezialisiert. Dazu zählen akute Infekte ebenso wie chronische Erkrankungen, die eine längerfristige Betreuung erfordern. Die Pneumologie befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Verlaufskontrolle von Beschwerden, die die Atmung, die Lungenfunktion oder das Bronchialsystem betreffen.

In der täglichen Praxis bedeutet das: Abklärung von Husten und Atemnot, Betreuung von Patient:innen mit Asthma oder COPD sowie die Beurteilung von Auffälligkeiten in der Lungenfunktion oder in bildgebenden Befunden. Auch Vorsorgeuntersuchungen und die Begleitung bei chronischen Verläufen gehören zum Aufgabenbereich.

Pneumologe und Lungenfacharzt: Begriffsklärung

Die Begriffe „Pneumologe“ und „Lungenfacharzt“ werden im deutschsprachigen Raum synonym verwendet. Beide bezeichnen Ärzt:innen mit abgeschlossener Facharztausbildung für Lungenheilkunde.

In Österreich hängt die genaue Bezeichnung von der Ausbildungsordnung ab: Sie lautet entweder „Facharzt für Lungenkrankheiten“ oder „Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie“. Die zweite Bezeichnung umfasst zusätzlich eine vollständige internistische Ausbildung. Neben der Lungenheilkunde ist damit auch eine internistische Gesamtbeurteilung möglich, etwa wenn Atembeschwerden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen internistischen Themen zusammenhängen.

Typische Leistungen in der pneumologischen Praxis

Das Leistungsspektrum einer pneumologischen Ordination umfasst üblicherweise:

  • Abklärung von anhaltendem Husten und Atemwegsbeschwerden
  • Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Asthma, COPD und chronischer Bronchitis
  • Abklärung von Infekten der oberen und unteren Atemwege, etwa bei Verdacht auf Influenza oder Bronchitis
  • Durchführung von Lungenfunktionstests
  • Internistische Mitbeurteilung, etwa mittels EKG oder Herzultraschall
  • Schlafscreening bei Verdacht auf Schlafapnoe
  • Ersteinschätzung bei Allergien der Atemwege, bei Bedarf mit Zuweisung zur weiterführenden Diagnostik
  • Beratung zur Tabakentwöhnung

Einen vollständigen Überblick über das Angebot finden Sie auf der Seite Leistungen.

Wann ein Besuch beim Pneumologen sinnvoll ist

Ein Termin bei einem Pneumologen ist sinnvoll, wenn Atembeschwerden länger als wenige Wochen bestehen, immer wiederkehren oder sich langsam verschlechtern. Dazu zählen insbesondere:

  • Husten, der länger als drei Wochen anhält
  • Zunehmende Atemnot bei Belastung
  • Pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche
  • Wiederkehrende Bronchitiden oder Lungenentzündungen
  • Auffällige Befunde aus Röntgen oder CT, die weiter abgeklärt werden sollen
  • Verdacht auf Schlafapnoe, etwa bei lautem Schnarchen, Atemaussetzern im Schlaf oder Tagesmüdigkeit

Gerade in der kälteren Jahreszeit treten vermehrt Atemwegsinfekte auf. Eine fachärztliche Abklärung hilft dabei, zwischen einem unkomplizierten Infekt und einer behandlungsbedürftigen Erkrankung zu unterscheiden. Hilfreiche Hintergrundinformationen dazu bieten auch die Beiträge zu Keuchhusten bei Erwachsenen und zum Vergleich von Corona- und Grippe-Schnelltests.

Warnzeichen: Wann Sie nicht auf einen Termin warten sollten

Manche Beschwerden gehören nicht in die reguläre Terminvergabe, sondern erfordern sofortige Hilfe. Rufen Sie in folgenden Fällen den Notruf 144 oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf:

  • Plötzlich einsetzende oder starke Atemnot, auch in Ruhe
  • Akute Schmerzen, Druck oder Engegefühl in der Brust, eventuell mit Ausstrahlung in Arm, Kiefer oder Rücken
  • Aushusten von Blut in größerer Menge
  • Bläuliche Verfärbung von Lippen oder Fingern
  • Atemnot mit hohem Fieber, Verwirrtheit oder starker Benommenheit

Zeitnah, also innerhalb weniger Tage, sollten Sie sich ärztlich vorstellen bei:

  • Blutbeimengungen im Auswurf, auch in kleiner Menge
  • Ungewolltem Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder anhaltendem Fieber in Verbindung mit Husten

Diagnostikmethoden im Überblick

In unserer Ordination stehen folgende Untersuchungsverfahren zur Verfügung:

Spirometrie (kleine Lungenfunktion): Misst Atemvolumen und Atemfluss, um Erkrankungen wie Asthma oder COPD zu erkennen und den Verlauf zu kontrollieren.

Bodyplethysmographie (große Lungenfunktion): Ermöglicht eine umfassendere Beurteilung der Lunge, etwa des gesamten Lungenvolumens und des Atemwegswiderstands.

Bronchospasmolysetest: Zeigt, ob sich verengte Atemwege nach Inhalation eines erweiternden Medikaments öffnen. Er ist wichtig für die Unterscheidung zwischen Asthma und COPD.

Blutgasanalyse: Gibt Aufschluss über den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut.

Durchleuchtung des Brustkorbs: Ermöglicht direkt in der Ordination eine bildgebende Beurteilung von Lunge und Zwerchfell. Für Röntgen- oder CT-Aufnahmen arbeiten wir mit radiologischen Instituten zusammen.

Lungen- und Herzultraschall: Kommt je nach Fragestellung zum Einsatz, etwa bei Verdacht auf Flüssigkeitsansammlungen oder zur Beurteilung der Herzfunktion bei Atemnot.

EKG: Hilft, eine kardiale Ursache von Atembeschwerden zu erkennen oder auszuschließen.

Schlafscreening: Bei Verdacht auf Schlafapnoe, etwa bei lautem Schnarchen, nächtlichen Atemaussetzern oder ausgeprägter Tagesmüdigkeit, erfasst ein tragbares Messgerät über Nacht zu Hause Atmung, Sauerstoffsättigung und Puls. Je nach Ergebnis wird das weitere Vorgehen besprochen, bei Bedarf auch eine Zuweisung ins Schlaflabor.

Schnelltests: Ein Schnell-CRP hilft bei der Einschätzung, ob eine bakterielle Entzündung vorliegt. Weitere Schnelltests, etwa ein Influenza-Schnelltest, unterstützen die Unterscheidung zwischen verschiedenen Erregern.

Welche Untersuchung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von den geschilderten Beschwerden und der Vorgeschichte ab und wird im Rahmen des Erstgesprächs festgelegt.

Pneumologe in 1200 Wien, Brigittenau: Ordination für alle Kassen

Wir bieten in unserer Ordination in 1200 Wien eine kassenärztliche lungenfachärztliche Betreuung an, ergänzt durch zusätzliche internistische Privatleistungen.

Wir arbeiten mit allen Kassen zusammen, wodurch die lungenfachärztliche Versorgung für Patient:innen mit unterschiedlichen Versicherungsträgern zugänglich ist. In unserer Praxis in der Brigittenau legen wir Wert auf eine ganzheitliche internistische Beurteilung von Lungenerkrankungen und eine ruhige, klare Gesprächsatmosphäre.

Die zentrale Lage in Wien-Brigittenau ermöglicht eine gute Erreichbarkeit für Patient:innen aus dem 20. Bezirk und den angrenzenden Wiener Gemeindebezirken.

Ablauf eines ersten Termins

Beim Erstgespräch werden zunächst die aktuellen Beschwerden sowie relevante Vorerkrankungen und bisherige Befunde besprochen. Darauf aufbauend erfolgt in der Regel eine körperliche Untersuchung sowie, je nach Fragestellung, eine Lungenfunktionsmessung oder weiterführende Diagnostik.

Bereits vorhandene Befunde, etwa frühere Röntgenbilder, CT-Befunde oder Laborwerte, sollten nach Möglichkeit zum Termin mitgebracht werden, da sie die Einordnung der aktuellen Beschwerden erleichtern.

Im Anschluss an die Untersuchung werden die Ergebnisse besprochen und das weitere Vorgehen gemeinsam festgelegt. Das kann eine Behandlung, eine Verlaufskontrolle oder die Überweisung zu einer weiterführenden Untersuchung sein.

Weitere Informationen zu häufigen Beschwerdebildern finden Sie im Ratgeber. Einen Termin können Sie direkt über die Seite Termin buchen vereinbaren. Bei Fragen steht Ihnen das Team auch über den Bereich Kontakt zur Verfügung.

Häufige Fragen

Was soll ich zum ersten Termin mitbringen?

Bitte bringen Sie Ihre e-card, eine aktuelle Medikamentenliste und, falls vorhanden, Ihre Inhalationssprays mit. Bisherige Befunde wie Röntgen- oder CT-Befunde, Laborwerte oder frühere Lungenfunktionstests erleichtern die Einordnung Ihrer Beschwerden.

Welche Untersuchungen sind direkt in der Ordination möglich?

Wir bieten unter anderem kleine und große Lungenfunktion (Spirometrie und Bodyplethysmographie), Bronchospasmolysetest, Blutgasanalyse, EKG, Durchleuchtung, Schnell-CRP und weitere Schnelltests an, je nach Fragestellung auch Lungen- und Herzultraschall.

Bieten Sie ein Schlafscreening an?

Ja. Bei Verdacht auf Schlafapnoe, etwa bei lautem Schnarchen, Atemaussetzern oder ausgeprägter Tagesmüdigkeit, führen wir ein Schlafscreening durch und besprechen anschließend das weitere Vorgehen.

Werden alle Kassen akzeptiert?

Ja. Unsere Ordination in 1200 Wien, Brigittenau, Jägerstraße 63/8, bietet eine lungenfachärztliche Betreuung für alle Kassen an, ergänzt durch internistische Privatleistungen.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein, Sie können auch ohne Überweisung direkt einen Termin vereinbaren, die e-card genügt. Wenn Sie von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt eine Überweisung mit Fragestellung haben, bringen Sie diese gerne mit, da sie uns die Einordnung Ihrer Beschwerden erleichtert.

Wann sollte ich nicht auf einen Termin warten?

Bei plötzlicher starker Atemnot, akuten Brustschmerzen, Bluthusten in größerer Menge oder bläulichen Lippen rufen Sie bitte sofort den Notruf 144 oder suchen Sie eine Notaufnahme auf.